Hier im eher ländlichen Westmittelfranken bestehen bereits seit langem engere Kontakte zwischen den verschiedenen medizinischen Leistungserbringern. Aus diesen Kontakten heraus ist die Idee einer engeren Kooperation entstanden.
Als Beispiel soll hier der Bluthochdruck dienen:Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung, welche vor allem in „Industriegesellschaften“ stetig zunimmt und ihren Ursprung in unserer bequemen Lebensweise hat. Eine grundlegende Voraussetzung, diese Erkrankung wirkungsvoll zu bekämpfen, ist die Veränderung des „bequemen“ Lebensstils. Es fällt Patienten sehr schwer, ihre Lebensweise ohne Hilfe von außen umzustellen. Ein hilfreicher Kooperationspartner für einen Allgemeinarzt ist dabei z. B. ein entsprechend qualifiziertes und ausgestattetes Sport - Studio. In Form von Präventionskursen, die (je nach Bereich) von einem Arzt, Physiotherapeuten, Ernährungsberater etc. koordiniert werden, wurden solche Kooperationen bereits realisiert.
Seit dem Vertragsarztrechtsänderungsgesetz, das seit dem 1. Januar 2007 in Kraft ist, sind jedoch erstmals Kooperationen zwischen Ärzten und „Nichtärzten“ möglich, die mit den gesetzlichen (auch privaten) Kranken-kassen Direktverträge abschließen können.
Für einzelne Ärzte oder andere medizinische Leistungserbringer wie Apotheken, Physiotherapeuten oder Sportstudios ist es schier unmöglich, solche komplexen Direktverträge abzuschließen. Dazu bedarf es einer starken Gemeinschaft mit Unterstützung von Fachkräften, mit spezifischen Kenntnissen auf diesem Gebiet.
Zu diesem Zweck wurde der Verein "aktimedicus – Gesundheit im Verbund" am Freitag, den 6. Juli 2007 gegründet. Neue Versorgungsformen sollen für unsere Region entwickelt und umgesetzt werden.